Theater Ringmuur Aarberg


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Bericht Reise Insbruck

Informationen

"Jo mei, das wird a Gaudi" Theaterreise 2011

Unter diesem Motto fand am Wochenende des 27/28. August 2011 die Theaterreise der Aarberger Bühne statt. Das Reiseziel war Igls, das Olympiadorf von 1976. Frühmorgens um 05:30 Uhr war Besammlung beim Parkplatz der Firma Aerni. Eine gut fünfstündige Fahrt im Car, wiederum gesteuert von unserer Chauffeurin Ursi Huber, stand uns bevor. Noch etwas verschlafen jedoch gut gelaunt trafen die reisefreudigen Theaterleute langsam ein. Kurz darauf erschien auch schon unser Reisegefährt. Nur einer fehlte noch. Wer wohl? Siehe Reisebericht von 2010 Seite 17. Kurz vor der Abfahrt läutete das Handy von Heinz. Besagter Herr steckte in Schwierigkeiten. "I bringe ds Outo nid a, cha mi öper cho hole?" Kurzerhand wurde beschlossen mit einem kurzen Umweg den unglücklichen Herrn in Lyss abzuholen.
Nachdem nun die Reisegesellschaft komplett war, konnte die Fahrt beginnen. Bald meldete sich auch unser Presi und Organisator dieser Reise, Heinz Arn, und begrüsste die aufgestellte Truppe. Frische Gipfeli und heisser Kaffe weckten die letzten verschlafenen Gemüter. Bei der Raststätte Thurau war der obligatorische Ruhehalt für unsere Fahrerin geplant und die Gelegenheit, sich für die Weiterfahrt mit Essbarem einzudecken.
Nach dem Grenzübertritt bei Bregenz führte der Weg durchs Inntal Richtung Innsbruck. Leider verschlechterte sich das Wetter, so dass die Landschaft immer mehr durch Wolken verdeckt wurde und die Schönheit dieser Gegend im wolkenverhangenen Himmel unterging. Ein erster Telefonkontakt mit den Mitarbeitern der Patscherkofel Seilbahn verhiess nichts Gutes. Nicht in Betrieb wegen Sturm und Gewitter. Der zweite Anruf im Restaurant auf dem Patscherkofel klang schon besser. ES sei alles bereit und vom Ausfall der Seilbahn wisse man nichts. Also abwarten und sich überraschen lassen.

Um 11:00 Uhr trafen wir in Igls ein. Sturmböen und peitschender Regen empfing uns und zwischendurch zuckten Blitze. Schnell den Regenschutz anziehen und ab in die geschützte Talstation der Seilbahn. Heinz besorgte die reservierten Billette und verteilte sie mit der Auskunft, dass die Bahn wegen eines Blitzschlages im Moment ausserbetrieb sei. Man wisse noch nicht, wann sie wieder fahre. Warten. Nach etwa einer halben Stunde beschloss man sich vor dem Aufstieg noch kurz in der Beiz zu stärken. Kurz darauf die niederschmetternde Nachricht man könne die Bahn nicht instand stellen. Schweren Herzens musste Heinz das Mittagessen auf dem Patscherkofel, ein sogenanntes Jauseplättchen, absagen. Das wir doch noch zu unserem Zmittag kamen verdanken wir dem Personal des Talstationsbistros, das uns innert kurzer Zeit und unvorbereitet, mit allem was die Küche hergab überraschte und so die hungrigen Mäuler stopfte.
Ob die Bobfahrt wenigstens stattfinden würde? Ja! Man war bereit trotz schlechtem Wetter den Event durchzuführen.
Zu Fuss erklommen die mutigen Sportler den Aufstieg zum Zielgelände der Olympiabobbahn. Nach der Begrüssung des Veranstalters wurden die beiden Renngefährte in einen Lastwagen eingeladen und wir dazu. IN rasender Fahrt fuhr man uns hinauf zum Start. Dort wurden wir aufgeklärt was uns erwartet. Mit knapp 100 km/h würden wir auf den 1270 Meter langen Bahn mit 14 Kurven hinunter rasen. Im sogenannten Kreisel würden bis zu 2G auf unsere Körper einwirken. Mit Kopfpariser und Helm pferchten sich die ersten vier in das mit seitlichen gepolsterten Rohren versehene, auf Rädern rollende, seifenkistenähnliche Gefährt. Ein erfahrener österreichischer Profi-Bobpilot setzte sich vorne an die Steuerseile. Mit einem lauten Urschrei schoben wir die Todesmutigen an und los ging's. Auch der Schreiber dieses Berichts wagte sich auf die Horrorfahrt und erlebte diese so: Schnell erlang der Bob an Geschwindigkeit und schoss wie ein Pfeil den Bobkanal hinunter. Bei jeder Kurve, die übrigens nie voraussehbar waren, knallte er mit dem Kopf an die Seitenrohre. Es holperte und rumpelte und die gute Minute die die Fahrt dauerte, kam ihm ellenlang vor. Mit einem Diplom wurden dann alle ausgezeichnet und wir nahmen die Wanderung zum Hotel hinunter wieder unter die Füsse.

Das Wetter klarte nun auf und ei Sonne erschien, was einige Damen und Herren verleitete die Badekleider anzuziehen um sich im Bade-Biotop des Hotels Gruberhof zu vergnügen. Die andern genossen bereites das Vor-Apéro und schauten dem lustigen Treiben im Teich zu.
Gegen 19:00 Uhr fanden sich dann alle im Speisesaal ein um endlich das Haupt-Apéro zu geniessen. Danach wurde von der Küchenmannschaft ein reichhaltiges Buffet aufgestellt und man konnte sich nach Herzenslust den Teller mit kalten und warmen Spezialitäten füllen. Um den Abend abzurunden wurde für uns sogar ein DJ-Pärchen organisiert. Nach einigem Zögern und ein bisschen mehr Alkohol ging dann die Post ab, was zum Schluss in einer Polonaise ausartete bei der auch noch andere Hotelgäste mitmachten. Dann war da noch irgendwas mit Bacardi oder?
Nach einer kurzen Nacht freute man sich auf's Frühstück bei nun strahlend schönem Sommerwetter. Die Seilbahn auf den Patscherkofel stand leider immer noch ausser Betrieb. Ansonsten hätte die Zeit gereicht den Innsbrucker-Hausberg doch noch zu bezwingen. So besammelte man sich bald beim Car und ein weiterer Höhepunkt dieser Reise kündigte sich an: die Besichtigung der 2001 neu erbauten Olympiaschanze Bergisel.
Ein recht steiler, kurzer Spaziergang führte uns zu den imposanten Bauwerk. Das Glück wollte es, dass ein russisches Skispringer-Team gerade am trainieren war. So konnten wir life die Sprungkünste dieser jungen Athleten mit verfolgen. Sabine liess es sich nicht nehmen sich mit einem dieser Giele auf ein Foto verewigen zu lassen. Um zum Lift zu gelangen, der uns zum Panoramarestaurant zuoberst auf dem Turm befördern würde, konnte man entweder die 255 Stufen zu Fuss bewältigen oder den Schrägaufzug benützen. Wir als Sportler quetschten uns natürlich alle in den Aufzug da die Strapazen des letzten Abends doch noch ein wenig an den Kräften zehrten. Auf dem zweitobersten Plateau befand sich die Startrampe für die Skispringer. Beim Anblick hinunter bekam man beinahe weiche Knie, auch weil sich direkt im Blickfeld unten in Innsbruck ein Friedhof befand. Auf beinahe 50 Meter Höhe mit einer herrlichen Rundsicht auf Innsbruck und die Berge, genossen wir ein feudales Mittagessen im Panoramarestaurant.

Bald darauf startete Ursi den Car für die Heimreise nach Aarberg. Durch Lichtenstein über die Grenze bei Buchs weiter nach Walenstadt bis zum letzten Halt bei der Raststätte Herrlisberg, genossen wir bei einmalig schönem Sommerwetter die abwechslungsreiche Fahrt.
Auf dem letzten Teilstück unserer Reise wurden dann auch noch die Organisatoren des nächsten Events bestimmt. "Ganz freiwillig" übernahmen die beiden Zimmergenossen Ürsu und Benu das schwere Erbe von Heinz. Den Schluss machte Heinz mit dem etwas abgeänderten Spruch unseres Le Jean: "Und war das Wetter noch so trübe, es het gfägt, trotz Regenschübe!"
Merci viu Mau Hene für die super organisierte Reise und ganz besonders Dir Ursi für die bequeme, sichere Fahrweise mit dem Marti-Car.

Auf ein nächstes. Pfiati.

Daniel Schwarz


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